Film­kri­tik: Aven­gers End­ga­me

Das Ende ist da! Zehn Jah­re nach dem Beginn des MCU kommt mit Aven­gers: End­ga­me der ulti­ma­ti­ve Show­down der Superhelden-Verfilmungen. Ob der fina­le Film einen wür­di­gen Abschluss dar­stellt, erfahrt Ihr hier.
Avengers Endgame Poster

Mit Aven­gers: End­ga­me erzählt Mar­vel das Ende einer lang­jäh­ri­gen Geschich­te.
©Mar­vel Stu­di­os 2019

Hand­lung:

Es ist drei Wochen her, dass der mäch­ti­ge Tha­nos (Josh Bro­lin) in Besitz aller sechs Infi­ni­ty Stei­ne kam, mit den Fin­gern schnips­te und die Hälf­te aller Lebe­we­sen des gesam­ten Uni­ver­sums aus­lösch­te. Durch die­sen grau­sa­men Akt des Tita­nen wur­den auch Hel­den wie Spider-Man (Tom Hol­land), Black Pan­ther (Chad­wick Bose­man), Star-Lord (Chris Pratt) und vie­le wei­te­re ver­nich­tet. Die Über­le­ben­den, dar­un­ter Black Widow (Scar­lett Johans­son) und Cap­tain Ame­ri­ca (Chris Evans), kön­nen die­sen immensen Ver­lust nicht ver­kraf­ten und arbei­ten wei­ter an einer Lösung. Auch Cap­tain Mar­vel (Brie Lar­son), die zu den ver­blei­ben­den Aven­gers stößt, will Tha­nos zur Rechen­schaft zie­hen. Kön­nen sie gemein­sam das unheil­vol­le Werk des Super­schur­ken rück­gän­gig machen?

Um Spoi­ler zu ver­mei­den wird hier und auch im Fol­gen­den die Hand­lung von Aven­gers: End­ga­me nicht wei­ter aus­ge­führt.

Aven­gers: End­ga­me — Jede Minu­te genutzt

Nach­dem “Aven­gers: Infi­ni­ty War” wohl den fie­ses­ten Cliff­han­ger der Film­ge­schich­te pro­du­zier­te, waren Fans am Ran­de der Ver­zweif­lung und stell­ten jede Men­ge Theo­ri­en auf, wie das Unheil rück­gän­gig gemacht wer­den könn­te. Zum Glück haben die Macher, im Übri­gen sind es die glei­chen wie bereits bei “Infi­ni­ty War”, einen cle­ve­ren Weg gefun­den um mit der bestehen­den Situa­ti­on umzu­ge­hen. Genau­er kann dar­auf nicht ein­ge­gan­gen wer­den, aber es sei nur soviel gesagt: Die Hand­lung ist weit­aus kom­ple­xer und durch­dach­ter als man es wahr­schein­lich ver­mu­ten wür­de… Daher hat der Film auch eine Lauf­zeit von 182 Minu­ten.

In die­sen drei Stun­den wird dem Zuschau­er jedoch zu kei­nem Zeit­punkt lang­wei­lig. Der Film beginnt action­ge­la­den. Doch dann schafft er Raum, um die Sto­ry zu erzäh­len, wel­che mit Witz sowie Emo­tio­nen gefüllt ist. Ein der­ar­tig bedeu­ten­des Fina­le soll ja nicht zu has­tig erzählt wer­den! Aven­gers: End­ga­me macht in Sachen Sto­ry­tel­ling alles rich­tig. Die Macher gewäh­ren dem Zuschau­er genü­gend Zeit, um ihre Hel­den, in die­ser Art und Wei­se, ein letz­tes Mal zu bestau­nen.

Avengers Endgame - Captain America und Co

Black Widow/Natasha Roman­off (Scar­lett Johans­son), Cap­tain America/Steve Rogers (Chris Evans), Bruce Ban­ner (Mark Ruf­fa­lo), und War Machine/James Rho­des (Don Chead­le).
©Mar­vel Stu­di­os 2019

Aven­gers: End­ga­me — Das Ende einer Ära

Im Jahr 2008 begann mit dem ers­ten “Iron Man”-Film das Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se (MCU). Nach zehn Jah­ren und 21 Fil­men sol­len all die­se Geschich­ten im vier­ten Teil der “Aven­gers” zu einem ful­mi­nan­ten Ende gebracht wer­den. Zwar wer­den eini­ge Superhelden-Verfilmungen noch Sequels erhal­ten (“Spider-Man” und “Guar­di­ans of the Gala­xy”), aber die Erzähl­strän­ge rund um die Aven­gers und die Infi­ni­ty Stei­ne wer­den hier abge­schlos­sen — und das auf beein­dru­cken­de Wei­se.

Avengers Endgame - Thor

Thor (Chris Hems­worth) konn­te Tha­nos nicht auf­hal­ten.
©Mar­vel Stu­di­os 2019

Der Film schafft es eine ganz bestimm­te Atmo­sphä­re her­vor­zu­ru­fen. Vor­ran­gig ist die­se natür­lich trau­rig, da die Hälf­te der Aven­gers tot ist. Die Atmo­sphä­re ist grund­sätz­lich von dem fina­len Cha­rak­ter des Films geprägt, was die Basis der Emo­tio­na­li­tät dar­stellt. Doch dar­über hin­aus set­zen die Regis­seu­re Antho­ny und Joe Rus­so und die Autoren Chris­to­pher Mar­kus und Ste­phen McFree­ly der­ar­tig gute emo­tio­na­le Momen­te, dass der Zuschau­er durch­ge­hend ergrif­fen ist.

Zudem kom­men die gewohn­ten Gänsehaut-Momente hier auf ein ganz neu­es Level. Bei eini­gen Zuschau­ern wer­den mit Sicher­heit Trä­nen flie­ßen, ob auf­grund von Freu­de, Trau­er oder schlicht­weg Rüh­rung sei hier dahin­ge­stellt. Alles in allem steht jedoch fest, dass Aven­gers: End­ga­me der per­fek­te Abschluss für das MCU ist. Die Macher rufen die rich­ti­ge Stim­mung her­vor und neh­men sich aus­rei­chend Zeit, um die­se atem­be­rau­ben­de Geschich­te anspre­chend zu erzäh­len und somit das MCU zu einem wür­di­gen Ende zu brin­gen.

Tony Stark ali­as Iron Man (Robert Dow­ney Jr.) ist allein im All…
©Mar­vel Stu­di­os 2019

Fazit:

Aven­gers: End­ga­me wird voll­kom­men zu Recht als größ­ter Film des Jah­res gehan­delt. Die kom­ple­xe Sto­ry wird in einem angeh­men Tem­po erzählt und mit viel Emo­tio­nen, Nost­al­gie und Witz unter­malt. Die action­rei­chen Sze­nen und die CGI-Effekte sind wie immer abso­lut gelun­gen. Durch die über­wäl­ti­gen­de Atmo­sphä­re ist der Zuschau­er die gesam­ten 182 Minu­ten lang voll­stän­dig gebannt und sieht die­ses Ende einer Ära mit einem lachen­den und einem wei­nen­den Auge  — im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes.

Aven­gers: End­ga­me star­tet am 24. April 2019 in den deut­schen Kinos!

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2 Kommentare

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