Film­kri­tik: Grea­test Showman

Das Musi­cal Grea­test Show­man star­tet am 4. Janu­ar 2018 in den deut­schen Kinos. Ob sich die­se Show auch lohnt, erfahrt Ihr im Folgenden.

Das Ensem­ble von Grea­test Show­man.
© 2017 Twen­tieth Cen­tu­ry Fox

Hand­lung:

Grea­test Show­man basiert auf wah­ren Bege­ben­hei­ten und erzählt die Geschich­te von P.T. Bar­num (Hugh Jack­man), des­sen Zir­kus­shows im 19. Jahr­hun­dert heu­te als die Geburt des ame­ri­ka­ni­schen Show­busi­ness gel­ten. P.T. Bar­num stammt aus armen Ver­hält­nis­sen. Er steckt vol­ler Ideen und setzt alles dar­an sei­ne Träu­me zu ver­wirk­li­chen. Mit der Unter­stüt­zung sei­ner Frau Cha­ri­ty (Michel­le Wil­liams) eröff­net er “Barnum’s Ame­ri­can Muse­um of Curio­si­ty”, ein Kurio­si­tä­ten­ka­bi­nett, das zunächst nur Wachs­fi­gu­ren und aus­ge­stopf­te Tie­re ausstellt. 

Bar­num muss fest­stel­len, dass tote Objek­te die Mas­se nicht begeis­tern kön­nen und so ver­sucht er eine völ­lig neu­ar­ti­ge Show auf die Bei­ne zu stel­len: Er heu­ert außer­ge­wöhn­li­che Men­schen wie eine bär­ti­ge Lady (Kea­la Sett­le), einen Rie­sen, die schwar­ze Tra­pez­künst­le­rin Anne (Zen­da­ya) und einen klein­wüch­si­gen Mann (Sam Hum­phrey) an. Sein Zir­kus wird immer popu­lä­rer, jedoch wird er von der fei­nen Gesell­schaft nur belä­chelt. Um dies zu ändern tut Bar­num sich mit dem auf­stre­ben­den Dra­ma­ti­ker Phil­lip Car­lyle (Zac Efron) zusam­men. Die Alli­anz ent­puppt sich als vol­ler Erfolg — die Zir­kus­trup­pe wird sogar an den könig­li­chen Hof in Lon­don gela­den. Dort trifft Bar­num auf die schwe­di­sche Opern­sän­ge­rin Jen­ny Lind (Rebec­ca Fer­gu­son), wel­che in den USA noch unbe­kannt ist. Bar­num ergreift die Chan­ce als Künst­ler wahr­ge­nom­men zu wer­den und geht mit Jen­ny Lind auf Tour­nee in den USA — auch wenn er dafür sei­ne Frau, sei­ne Kin­der und sei­ne Zir­kus­fa­mi­lie zurück­las­sen muss…

Her­aus­ra­gen­de Besetzung

Grea­test Show­man ist gefüllt mit gran­dio­sen Schau­spie­lern — allen vor­an die Musical-erprobten Dar­stel­ler Hugh Jack­man und Zac Efron. Zusam­men mit der auf­re­gen­den Sto­ry, den tol­len Songs, dem auf­wen­di­gen Look und der ver­zau­bern­den Insze­nie­rung erschaf­fen sie ein groß­ar­ti­ges Ganzes. 

Den Machern von Grea­test Show­man ist es gelun­gen ein fan­tas­ti­sches Cast zusam­men­zu­stel­len. Die Haupt­rol­le des P.T. Bar­num über­nimmt ‘Wolverine’-Darsteller Hugh Jack­man, der bereits in “Les Misé­ra­bles” sein musi­ka­li­sches Talent unter Beweis gestellt hat. Er ist die idea­le Beset­zung als Anfüh­rer der Zir­kus­trup­pe und über­zeugt mit einer Men­ge Charme, Gesangs- und Tanz­küns­ten und einer durch­weg emo­tio­na­len Performance. 

Die Tanz­sze­ne in der Bar mit Hugh Jack­man und Zac Efron ist außer­ge­wöhn­lich.
© 2017 Twen­tieth Cen­tu­ry Fox

High School Musical”-Darsteller Zac Efron ist in Grea­test Show­man erneut in sei­nem Ele­ment. Sei­ne Dar­bie­tung des jun­gen und erfolg­rei­chen Dra­ma­ti­kers Phil­lip ist viel­schich­tig und authen­tisch. Phil­lip und die afro-amerikanische Tra­pez­künst­le­rin Anne ver­lie­ben sich inein­an­der, was eine inter­es­san­te Sto­ry­line ist, da eine Bezie­hung zwi­schen Wei­ßen und Schwar­zen in den USA des 19. Jahrund­ert mehr als ver­pönt war. Auch Zen­da­ya, die Dar­stel­le­rin von Anne, ist eine Berei­che­rung für den Film. Neben den pom­pö­sen akro­ba­ti­schen und tän­ze­ri­schen Cho­reo­gra­fien ver­blüfft Zen­da­ya mit ihrer Stim­me, Aus­strah­lung und ihrer gefühl­vol­len Darstellung. 

Kea­la Sett­le sorgt als bär­ti­ge Lady mit ihrem her­aus­ra­gen­den Gesang und ihrer aus­drucks­vol­len Dar­bie­tung wie­der­holt für Gän­se­haut. Ergänzt wird das Cast durch wei­te­re fabel­haf­te musi­ka­li­sche Schau­spie­ler wie Michel­le Wil­liams und Rebec­ca Ferguson.

Eine der schöns­ten Sze­nen…
© 2017 Twen­tieth Cen­tu­ry Fox

Grea­test Show­man — ein Meis­ter­werk in jeder Hinsicht

Grea­test Show­man ist ein Film der ein­fach alles rich­tig macht. Neben den fan­tas­ti­schen Schau­spie­lern trumpft das Musi­cal mit zugäng­li­chen und schö­nen Songs auf. Musik und Songs stam­men von den Oscar-Preisträgern Ben­ji Pasek und Jus­tin Paul, die bereits das Hit-Musical “La La Land” mit Lie­dern versorgten.

Die Sto­ry des Films ist zwar sim­pel aber mit­rei­ßend. Es geht um einen Mann, der sich alles selbst erar­bei­tet hat und sei­ne Träu­me nie­mals auf­gab. Zuge­ge­ben, das mag nach einem kit­schi­gen Plot klin­gen, jedoch schafft es der Film den Pathos klein zu hal­ten. Ande­re Kri­ti­ker bemän­geln, dass die Hand­lung von Grea­test Show­man zu flach sei, aller­dings ist dies kaum der Fall. Die Sto­ry kon­zen­triert sich ledig­lich auf das Wesent­li­che — eben die erfolg­rei­che Ver­fol­gung eines Traums und die Wich­tig­keit von Fami­li­en­zu­sam­men­halt (sei es die eige­ne oder die Zirkusfamilie). 

Tra­pez­künst­le­rin Anne (Zen­da­ya).
© 2017 Twen­tieth Cen­tu­ry Fox

Und trotz­dem wer­den wei­te­re The­men wie sozia­le Aus­gren­zung und Ras­sen­kon­flik­te geschickt ein­ge­bun­den. Hät­ten die Macher sich dazu ent­schlos­sen letz­te­re Moti­ve wei­ter aus­zu­bau­en, hät­te es dem Film wohl eher gescha­det. Denn Grea­test Show­man ist ein Musi­cal, dass ein­fach Spaß machen soll — und das tut es.

Grea­test Show­man ist das Regie­de­büt von Micha­el Gracey. Der Regis­seur hat es geschafft sei­nen Figu­ren genü­gend Ent­fal­tungs­spiel­raum zu geben, ohne die Spiel­zeit unnö­tig in die Län­ge zu zie­hen. Das ist auch dem aus­ge­zeich­ne­ten und pfif­fi­gen Schnitt zu ver­dan­ken. Außer­dem ist der Look des Films ein opti­scher Lecker­bis­sen: Ange­fan­gen bei den anspre­chen­den Sets, bis hin zu den detail­ver­lieb­ten Kos­tü­men und der ins­ge­samt stil­voll über­zeich­ne­ten Optik des Films. Der bei­nah über­trie­be­ne Look des Films erin­nert an einen Traum und zieht den Zuschau­er augen­blick­lich in sei­nen Bann. 

Michel­le Wil­liams und Hugh Jack­man über den Dächern von New York.
© 2017 Twen­tieth Cen­tu­ry Fox

Fazit

Grea­test Show­man ist ein über­ra­gen­des Musi­cal, das völ­lig zurecht für drei Gol­den Glo­bes nomi­niert ist. Der Film über­zeugt mit fan­tas­ti­schen Schau­spie­lern, einem außer­ge­wöhn­li­chen und bezau­bern­den Look und einer bewe­gen­den Geschich­te. Für alle Musical-Fans ist Grea­test Show­man ein Muss und selbst Skep­ti­ker könn­ten bekehrt werden.

Grea­test Show­man star­tet am 4. Janu­ar 2018 in den deut­schen Kinos!

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Ein Kommentar

  1. ???kann es kaum erwar­ten wird bestimmt sooooo wundervoll

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